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Wie man einen perfekten englischen Rasen anlegt

Einen gesäten Rasen anzulegen, mag zwar schwieriger sein als die Verlegung des beliebten Fertigrasens, dafür ist diese Methode dauerhafter und nachhaltiger. Man bekommt für viele Jahre einen echten englischen Rasen in den Garten, wie er sonst die besten Fußballplätze oder Golfclubs ziert. Was alles erforderlich ist, erfahren Sie im nachstehenden Text.
Englischer Rasen – Aussaat oder Rollrasen?

Vielleicht stehen Sie unter Zeitdruck, sind ungeduldig und wollen es deshalb mit Rollrasen versuchen. Dann dürfte Sie freuen, dass die meisten Schritte zur Vorbereitung des Untergrunds für den neuen Rasen mit denen bei der Aussaat identisch sind. Eine Ausnahme hiervon bildet die letzte Schicht mit der Fläche zum Ausbringen von Rasensamen. Beim Verlegen des Rollrasens kann die Lieferfirma behilflich sein oder nützliche Hinweise geben. Eine solche Firma empfiehlt auch, wie der Untergrund auszusehen hat.

TIPP: Wer Geld sparen und künftige Sorgen mit der Rasenpflege vermeiden möchte, sollte den Rasen aussäen. Diese Methode des Rasenanlegens eignet sich vor allem für neue Rasen oder die Komplettsanierung bestehender Gärten.

Wann ist der beste Zeitpunkt zum Anlegen eines neuen Rasens?

Wegen der Wetterstabilität ist der Monat September ideal zum Anlegen eines neuen Rasens geeignet. Trotzdem geht ein Großteil der Gartenbesitzer diese verantwortungsvolle Aufgabe bereits im Frühjahr an. Logisch, worauf warten? Möchte man doch seinen schönen neuen Rasen die ganze Saison nutzen.

Falls auch Sie dazugehören, empfehlen wir, dies möglichst ab Mitte April bis Mitte Juni zu erledigen. Dieser Zeitraum bietet zwar viel Abwechslung bei den Niederschlägen, aber die Temperaturen sind relativ stabil. Somit ist nicht zu befürchten, beim Anlegen des Rasens von Schnee, Frost oder tropischen Temperaturen überrascht zu werden.

Rasen säen – Schritt für Schritt

1. Untergrund für den künftigen Rasen vorbereiten

Planen Sie die Rasenfläche gleich zu Beginn so, dass sie sich in Zukunft gut pflegen lässt und nicht unnötige Arbeit macht, beispielsweise durch Mähen unter niedrigen Bäumen, nahe an Mauern u. Ä. Zunächst wird die gesamte Fläche von Wurzelwerk, Unkraut, Steinen sowie Resten von Baumaterialien befreit. Dann schafft man einen ebenen Untergrund 25-30 cm tief unter der künftigen Rasenoberfläche..

Vor dem Anlegen des eigentlichen Rasens sollten alle Bauarbeiten, insbesondere für Gehwege, Zufahrten und unterirdische Leitungen, abgeschlossen sein..

Grenzen Sie Bäume, Sträucher und Betonelemente ab, die sich auf das Wachstum des Rasens negativ auswirken könnten

TIPP: Eine Tiefe von insgesamt 25-30 cm unter der Geländeoberfläche mag viel erscheinen, zahlt sich aber aus. Je tiefer und besser der Untergrund für den Rasen, desto länger und dichter wird dann auch sein Wurzelsystem. Das ist vor allem in längeren Trockenperioden von Vorteil, wenn der Rasen die Feuchtigkeit aus größerer Tiefe ziehen kann.

2. Fläche und Grundschicht mit Drainage einebnen

Am besten gedeiht der Rasen in Quarzsand. Muttererde hingegen, die sich mit der Zeit verfestigt, ist für das Neuanlegen eines Rasens ungeeignet. Die meisten Probleme bei alten Rasen sind auf übermäßige Verfestigung des Bodens zurückzuführen. Aus einem sandigen Untergrund kann das Gras Nährstoffe und Wasser viel besser ziehen. So werden beispielsweise sämtliche Golfrasen in Sand angelegt. Wir beginnen mit dem Einebnen der Fläche durch eine 5 cm starke Kiesschicht, die als Drainageschicht fungiert. Jede einzelne Schicht muss eingeebnet und gewalzt werden.

3. Bewässerungssystem und künstliche Beheizung vorbereiten und Sandschicht aufbringen

Wenn Sie ein Bewässerungssystem im Rasen installieren möchten, was wir wärmstens empfehlen, muss in erster Linie mit der Installation von Rohren und Leitungen gerechnet werden. Einige Rasen, vor allem in kühleren Lagen, lassen sich heute auch mit einem Heizsystem ausstatten, das die Rasensaison entsprechend verlängert. Die Systeme werden in einer Tiefe von ca. 20 cm unterhalb der finalen Geländeebene installiert. Dadurch ist sichergestellt, dass sie beim Aerifizieren oder anderen eventuellen Pflegemaßnahmen nicht beschädigt werden.

Anschließend wird Quarzsand mit einer Körnung von 0-2 mm in Schichten von 5 cm Stärke aufgebracht. Jede Schicht wird mehrmals mit einer Rasenwalze so lange gewalzt, bis diese nicht mehr in den Sand einsinkt.

TIPP: Für die Installation eines Heiz- oder Bewässerungssystems sollten Sie besser eine Spezialfirma zu Rate ziehen.

4. Richtige Zusammensetzung der Rasenerde – Sand, Torf, Biovin und Zeolith

Jeder Rasen benötigt Nährstoffe, um gut zu gedeihen. Wenn Sie ca. 5–6 cm unter der finalen Geländeebene angekommen sind, sollte in der vorletzten und wichtigsten Schicht für das künftige erfolgreiche Wachstum des Rasens Quarzsand mit 5 % vermischt werden. Dies unterstützt die Entwicklung von Bodenorganismen, was für eine bessere Wurzelbildung, ein stabiles Wachstum und die Verminderung der Wahrscheinlichkeit von Krankheiten sorgt. Details zu den Eigenschaften und Vorteilen von Biovin erfahren Sie hier.

Ein weiterer Bestandteil dieser Schicht sollte Zeolith sein. Dabei handelt es sich um ein Gestein, das Nährstoffe und Wasser bindet und später wieder schrittweise freisetzt. Zeolith gewährleistet außerdem eine allgemeine Durchlüftung des Bodens. In dieser Schicht sollte sein Anteil ca. 5 % betragen.

Der vorletzten Schicht wird im Idealfall auch 10 % Torf beigemischt. Die ideale Zusammensetzung der Rasenerde wäre somit: 80 % Quarzsand, 10 % Torf, 5 % Biovin und 5 % Zeolith.

5. Letzte Rasenschicht aufbringen

Die letzte Schicht wird an das finale Gelände, ggf. 1 cm darunter, angeglichen. Die Gestaltung des Rasens muss stets an die Fähigkeiten des Rasenmähers angepasst werden, mit dem der Rasen später gemäht werden soll. Je größer der Rasenmäher, desto flacher sollte der Rasen sein. Je besser der Rasenmäher mit Unebenheiten zurechtkommt (z. B. Spindelmäher auf Walzen), desto mehr Hügel, Geländeübergänge u. Ä. können gestaltet werden.

Der Sand zieht binnen weniger Wochen noch etwas in den Boden ein. Die Rasendecke beginnt aber, in die Höhe zu wachsen.

6. Rasenmischung im neuen Rasen aussäen und bewässern

Wichtig ist die Verwendung einer hochwertigen Rasenmischung. Meiden Sie Mischungen für Spiel- oder Gebrauchsrasen aus dem Baumarkt, die keinen feinen und homogenen Rasen bilden, und greifen Sie besser zu Rasensamen vom Typ Fairway, Abschlagplatz oder Green Border. Die Mischung wird per Hand oder mit einem manuellen Streuer kreuzweise in einer Menge von 3–4 kg/100 m2 ausgebracht. Überstreuen Sie das Saatgut anschließend mit einer etwa 5 mm hohen Schicht aus Rasensubstrat.

Danach wird die gesamte Fläche noch einmal gründlich gewalzt und kann mit dem Bewässern begonnen werden: alle 2 Stunden für ca. 3 Minuten zwischen 6–20 Uhr in Abhängigkeit von den Temperaturen und Niederschlägen. Die erste Bewässerung darf länger dauern, anschließend muss die Oberfläche nur noch feucht gehalten werden.

7. Wie mäht man einen frisch aufgegangenen Rasen?

In Abhängigkeit von den Temperaturen, Niederschlägen und der Dauer der Sonneneinstrahlung geht der Samen binnen zwei bis drei Wochen auf. Die erste Mahd steht an, wenn die längsten Grashalme ca. 6 cm erreicht haben. Sie werden um 2 cm gekürzt. Anschließend sollten Sie die Anzahl der Bewässerungen auf die Hälfte reduzieren. Die zweite und dritte Mahd folgt in Abständen von drei Tagen. Auch hier wäre ideal, einen Rasenmäher auf Walzen zu verwenden, um keine Räderspuren im Rasen zu hinterlassen. Vorsicht bei Rotationsmähern, die den Rasen sprichwörtlich aussaugen könnten! Mulchen Sie nicht, sondern sammeln Sie das Gras in einen Korb zum späteren Kompostieren. Andernfalls könnten Schimmel und weitere Krankheiten im Rasen entstehen. Der wichtigste Grundsatz lautet: Mähen mit scharfen Messern.

8. Pflege des neuen Rasens – nur noch regelmäßig mähen, düngen und bewässern

Mit dem Anlegen des Rasens geht die Rasenpflege erst richtig los. In den ersten Monaten reicht aus, regelmäßig zu mähen, zu bewässern und leicht mit einem stickstoffhaltigen organisch-mineralischen Dünger zu düngen. Wird der Rasen im Herbst angelegt, kann auch kaliumhaltiger Herbstdünger Autumn verwendet werden. Je öfter der Rasen gemäht wird, desto niedriger und dichter wird er. Ein englischer Rasen sollte wenigstens 2x pro Woche auf eine Höhe von 25 mm und niedriger geschnitten werden.


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