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Wie hilft ein Aerifizieren des Rasens im Frühjahr?

An ein Durchlüften des Rasens durch Aerifizieren, also ein tiefes Durchstechen der Rasendecke mit Massivstacheln oder Hohlstacheln zur Belüftung, sollte mit Bedacht herangegangen werden. Nicht jeder mechanische Eingriff muss für den Rasen von Vorteil sein. Jeder Rasenfreund sollte abwägen, ob die aktuellen Bedingungen auf dem Rasen für eine mechanische Beanspruchung geeignet sind. Jede Maschine oder auch ein intensiv den Rasen begehender oder auf ihm stehender Mensch oder auch sogar nur ein laufender großer Hund ist eine Belastung für den Rasen.

Die Belastung ist weniger ein Problem für den Rasen selbst als vielmehr für das Bodenprofil. Ist der Boden sehr feucht, nass, patscht es beim Begehen des Grases, so ist es stets besser, ihn so wenig wie möglich zu betreten. Dadurch wird die Bodenschicht, in der die Wurzeln wachseln sollen, nicht unnötig verfestigt.

Ein Aerifizieren ist daher nur dann gut, wenn der Rasen so dicht ist, dass die Rasendecke einen Menschen trägt und die Maschine keine Fahrspuren im Boden hinterlässt. Oder wenn der Rasen bereits ausreichend trocken ist und die Bodenoberfläche nicht klebt. In diesen Fällen ist es im Frühjahr besser, das Aerifizieren schonend nur mit Massivstacheln oder der Grabegabel beziehungsweise mit Rasen-Belüftungsschuhen vorzunehmen. Dadurch wird die obere verfestigte Schicht unterbrochen und Wasser wie Nährstoffe können besser bis zu den Wurzeln einsickern. Mit dieser Methode werden jedoch keine Bodenpfropfen herausgezogen, wie sie beim Aerifizieren mit Hohlstacheln entstehen. Vor allem verbessert sich aber der Zutritt der Luft zum Wurzelsystem.

Bodenpropfen nach dem Aerifizieren

Begriffe beim Aerifizieren

  • Aerifizieren mit Massivstacheln – wird meist mit der Forke oder mit Rasen-Belüftungsschuhen vorgenommen, aber auch maschinell, und es entstehen dabei Löcher im Rasen. Der Boden wird allerdings zur Seite weggedrückt und so wird das Erdreich rings um die entstandenen Löcher teilweise verdichtet.
  • Aerifizieren mit Hohlstacheln– wird entweder mit einer einfachen Handaerifizierer (sie eignet sich für kleine, intensiv beanspruchte Flächen um Terrassen, Swimmingpools und an Wegen) oder mit einem maschinellen Aerator (auch Aerifiziergerät genannt) vorgenommen. Der Aerator ist eine schwere und relativ kostenaufwändige Maschine, die man besser von einer Garten- oder Rasenfirma ausleiht. Ein maschinelles Aerifizieren braucht man nur etwa einmal pro Jahr oder alle zwei Jahre vorzunehmen.

Professioneller Aerator, Grabegabel

Wann ist im Frühjahr die Zeit zum Aerifizieren gekommen?

Der genaue Zeitpunkt, wann im Frühjahr zu aerifizieren ist, kann nicht einheitlich bestimmt werden, stets sind die aktuellen Bedingungen in Betracht zu ziehen. Und die Bedingungen können auch innerhalb eines einzigen Gartens unterschiedlich sein. Auf der Südseite ist der Rasen vielleicht schon bereit und trocken, und im Norden Ihres Gartens kann er dabei noch im kühlen Schatten mit zu tiefen Temperaturen liegen.

Diesen mechanischen Eingriff sollte man daher erst für den Beginn der tatsächlichen Vegetationsperiode belassen, wenn also der Boden stabil mehr als 10° erreicht, die Frühjahrsdüngung bereits wirkt und der Rasen intensiv grün wird.

Pfropfen vom Aerifizieren auf einem Häufchen

Vergessen Sie nicht, nach dem Aerifizieren zu sanden

Nach dem Aerifizieren empfiehlt es sich, den Rasen leicht mit Quarzsand zu sanden in einer Gabe von annähernd 200 kg je 100 m2. Ideal ist es, Sand der Fraktion (Korngröße) 0,2 - 2 mm zu verwenden. Dank dem Anreichern des Bodenprofils mit Sand verbessert sich der Zugang von Luft und Nährstoffen zu den Wurzeln, das Wachstum von Moos und anderem Unkraut wird gebremst. Sehr vorteilhaft für die Bodenlebenswesen ist auch der Bodenverbesserer Biovin, der mit seinen biologischen Fähigkeiten sogar vorbeugend gegen Krankheiten wirkt. Hier genügt es, einen Sack Biovin (20 kg) auf 200 m2 auszubringen.

Welche Reihenfolge bei gleichzeitigem Vertikutieren und Aerifizieren?

Wenn Sie zugleich auch vertikutieren möchten, ist es gut, den Rasen zunächst zu vertikutieren, dann zu bürsten (harken) und erst zum Schluss die Aerifizierung vorzunehmen. Wenn Sie mit Massivstacheln aerifizieren, ist es günstiger, den Sand vorher über den Rasen zu streuen, damit Sie ihn gleich beim eigentlichen Aerifizieren in den Boden hineintreten und -stechen. Der Sand kann mit der Schaufel verstreut und mit der oberen Harkenseite über den Rasen verteilt werden. Bequemer und schneller ist es jedoch, zum Einarbeiten des Sands die entsprechende Austauschkassette zu verwenden – eine Rotationsbürste für den Swardman-Rasenmäher

Achtung: Beim Aerifizieren mit Hohlstacheln geht man umgekehrt vor. Der Sand darf erst am Ende des eigentlichen Aerifizierens und nach dem Wegräumen der Bodenpropfen in die entstandenen Löcher eingebracht werden.

Ausgleich von Bodenunebenheiten im Rasen

Ein Walzen des Rasens ist allgemein nicht notwendig. Trotzdem kann nach dem Winter der Rasen höckerig und gewellt sein. Wenn Sie einen Spindelmäher mit Walzen verwenden, so wird die Fläche schon beim Mähen nach und nach eingeebnet. Haben Sie einen Sichelmäher auf Rädern, so ebnen Sie den Rasen beim Mähen nicht ein und das Mähen geht schlecht. In diesem Fall sollten Sie eine leichte Gartenwalze nehmen und den Rasen schonend walzen. Haben Sie sich also für ein Walzen entschieden, so machen Sie dies noch vor dem Aerifizieren und Vertikutieren.

Walzen – Blick auf die hintere Stützrolle


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