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Wie entsteht die Rasenbesessenheit?

In den letzten Monaten befassten wir uns bei Swardman damit, ob wir unseren Kunden gegenüber den Begriff „Rasenbesessenheit“ verwenden können. Die Frage lautete, ob dieses Wort nicht negative Assoziationen hervorruft. Wie ist das ausgegangen?

Obsession Rasen

Anfänge von Rasenfreunden

Ich weiß nicht, wie das bei Ihnen ist, aber bei mir war das etwa so. Ich mochte an die 10 Jahre alt gewesen sein, als unser Nachbar, Herr Hálek, mir beim Mähen des Gemeinderasens sagte: "Je häufiger Du mähst, desto dichter wird der Rasen." Das überraschte mich, ich hatte immer gedacht, dass es umgekehrt ist. Einen Beweis habe ich leider nicht gesehen und so zweifelte ich noch lange daran.

Kurz darauf entschied ich mich mit meinem Freund Willi, dass wir für unser Fußballtraining einen Spitzenrasen brauchen, damit der Ball nicht im hohen Gras stehenbleibt. So beschlossen wir, unseren Fußballplatz regelmäßig zu mähen. Willi brachte aus ihrer Garage einen Rasenmäher mit Handantrieb. Es war so ein historischer Spindelmäher. Wir hatten jedoch zu wenig Kraft zum Schieben, um das Gerät in Gang zu halten. Uns wurde klar, dass wir hohes Gras damit nicht mähen können und unsere Begeisterung ließ bald nach.

Erstes englisches Rasenstück mit 13 Jahren

Nicht lange nach der Samtenen Revolution von 1989 löste Vati die Gemüsebeete auf, weil er keine Zeit mehr für sie hatte, und legte einen Rasen an. Das Mähen mit einem elektrischen Rasentrimmer wurde meine Aufgabe. Ich erinnerte mich an Herrn Hálek und begann bald zu verstehen, dass an dem häufigen Mähen etwas dran ist. Tatsächlich, als ich regelmäßig einmal die Woche mähte, wurde der Rasen dichter. Auch begriff ich, dass es schneller geht, wenn ich öfter mähe, und dass ich dann den Rasenmäher nicht mit langem Gras überlaste. Um mir das Mähen zu erleichtern, baute ich am Rasentrimmer ein Rad an, mit dem ich zugleich eine gleichmäßige Schnitthöhe hielt. Dann begann ich, streifenweise zu arbeiten. Als meine ältere Schwester heiratete, bewunderten die Hochzeitsgäste den Rasen und ich hörte zum ersten Mal dieses magische Wort: "Das ist wie ein englischer Rasen." Ich war 13 Jahre alt.

Aber ich war immer noch nicht zufrieden, fast jedes Jahr grub ich den Rasen um und legte ihn neu an. Dann kauften wir bei Mountfield einen elektrischen Sichelmäher mit Korb. Das war ein Unterschied. Aber ich wollte im Rasen die Streifen haben. An die Hinterräder baute ich eine Walze an, die für meine Streifen sorgte.

Kleiner Chemiker in Aktion

Der nächste Fortschritt kam, als Mutti über unsere Nachbarin eine unbekannte Lösung am Lehrstuhl für Futterpflanzen besorgte. Es war Flüssigdünger auf der Basis von Eisen und weiteren nicht identifizierten Stoffen. Mit der Pflanzenschutzspritze spritzte ich das Wundermittel auf den Rasen, der auf einmal wie wiederbelebt war. Leider stockten dann die weiteren Lieferungen des Gebräus.

Es gab nichts Besseres…

An der Agrarhochschule wollte ich meine Diplomarbeit zu keinem Thema machen, von dem ich nichts verstand, so dass ich praktisch nichts zur Auswahl hatte. So ging ich also zum Lehrstuhl für kleine Mechanisierung zu Ingenieur Krupička und frage ihn, ob er nicht für mich ein geeignetes Thema hat. "Mensch, die besten sind alle schon weg, Du hättest früher kommen sollen,“ sagt er. "Aber warte, jemand wollte von mir, dass wir eine Analyse für Golfer machen. So bringen wir das irgendwie zuwege." Das Thema lautete: Analyse der Maschinen zur Golfplatzpflege. Im Jahr 2001 war das ein sehr attraktives Thema und für die Agrarhochschule auch sehr fortschrittlich.

Golfspieler

Bei der Vorbereitung der Diplomarbeit begriff ich theoretisch, wie man an einen Rasen herangehen muss. Zugleich gab mir Martin Šindler, der damalige Head Greenkeeper auf dem angesagten Golfplatz in Karlstein, den Einfall ein, Golfrasen für die Leute zu Hause im Garten zu machen. In den Abschlussprüfungswochen erstellte ich einen Businessplan für meine zukünftige Firma zur Pflege von englischen Rasen. Schließlich fuhr ich nach dem Staatsexamen nach Sydney mit dem Ziel, meine Praxis zu erweitern und neben der Schule auf Golfplätzen zu arbeiten. Bevor wir jedoch alle Formalitäten erledigt hatten und die angesprochenen Golfplätze reagierten, arbeitete ich schon woanders. Ich hatte keine Wahl, meine Finanzreserven lichteten sich immer mehr...

Nach der Rückkehr wollte ich bei Mountfield als Einkäufer für Rasenmäher antreten. Ich endete in der Swimmingpoolabteilung. Und Swimmingpools sind keine Rasenmäher. Über den Verlag Golf Digest kehrte ich wieder zum Rasen zurück. Ein Jahr darauf gründete ich meine erste Firma für Rasenpflege. Endlich begann ich, die Theorie in Praxis umzuschmelzen. Ich druckte Flyer und warf sie in Hausbriefkästen ein. Meine erste Kundin, Frau Barbora Chuecos, die die tschechische Vertretung von Mary Kay leitet, blieb unseren Diensten bis heute treu. Und dafür gebührt ihr ein großes Dankeschön!

Ohne Spindelmäher geht es nicht

Im neu gegründeten Unternehmen hatte ich jedoch keinen Spindelmäher, der für die Pflege von Hausrasen geeignet wäre. In England entdeckte ich aber die Marke Atco. Bald entschloss ich mich, sie nach Tschechien zu importieren und hier zu verkaufen. Als Atco dann 2010 Schluss machte, importierte ich Allett. Aber mit deren Produkten war ich nicht zufrieden.

Anschließend entwickelte ich gemeinsam mit mehreren Konstrukteuren drei verschiedene Modelle Spindelmäher und erst das vierte stellte mich zufrieden. Das ist das Modell von Marek Votroubek. Logischerweise wollte ich mit dem Verkauf beginnen. Doch es gab niemanden, der mir die Spindelmäher auf vernünftige Weise und in guter Qualität herstellen würde. So begannen wir, Komponenten zu kaufen und selbst Rasenmäher zusammenzubauen. Die Qualität der Zulieferer war jedoch nicht hundertprozentig. Also kauften wir eine kleine Fabrik bei Pilsen und stellen unsere Rasenmäher lieber selbst her.

Endlich habe ich einen Rasenmäher, mit dem es ein Spaß ist, englischen Rasen zu machen

Er heißt Swardman Edwin. Leider habe ich keine Zeit mehr zu Mähen. Das bereue ich nicht, weil die Reaktionen von unseren Kunden in mir ebenso euphorische Gefühle hervorrufen, als würde ich selbst den Rasen mit einem Spindelmäher schneiden.

Tomas Sena mit rasenmaher

Vielleicht ist das nur mein Gefühl, aber mir scheint, dass das schon ein wenig wie Rasenbesessenheit anmutet. Was meinen Sie? Vielleicht habe ich etwas gemacht, was nützlich ist und außerdem Hunderten anderer Menschen Freude bereitet. Etwas, was solide hergestellt ist und den Menschen einen höheren Wert gibt, als der Anschaffungspreis ausdrückt.

Fast 30 Jahre ging es bei mir stets um Rasen, halb war es Hobby und halb gezielte systematische Arbeit. Da bin ich neugierig, ob man das noch weiter vorantreiben kann. Als kleiner Junge konnte ich die Qualität unseres 100 m2 Rasens beeinflussen, jetzt gelingt es mir, gemeinsam mit meinen Kollegen bei Swardman mehr als 1 000 000 m2 Rasen zu beeinflussen. Vielleicht ist das noch Besessenheit, aber diese Art Besessenheit scheint mir in ihrer Bedeutung doch eher positiv zu sein...

Tomáš Šena, stolzer und besessener Rasenfreund


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