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10 Regeln der Rasenpflege für die ganze Welt

Wie macht man aus einem gewöhnlichen Rasen einen herrlichen, niedrigen und dichten Rasen? Der Weg dahin muss nicht lang oder kompliziert sein. Es genügt, wenn Sie sich an 10 Grundregeln halten, die von Rasenfachleuten eingehalten werden.
  1. Verwenden Sie das beste Saatgut mit hohem Anteil an Schwingel
  2. Mähen Sie regelmäßig – idealerweise 2x pro Woche, kürzen Sie die Halmlänge jeweils nur um 1/3
  3. Halten Sie den Rasenmäher stets scharf – ideal ist ein Spindelmäher auf Walzen
  4. Sammeln Sie das Gras ein, mulchen Sie es nicht
  5. Düngen Sie regelmäßig nach der Anleitung auf der Düngerpackung und nach der Jahreszeit
  6. Wenn Sie die Möglichkeit haben, bewässern Sie – idealerweise jeden zweiten Tag vor Sonnenaufgang
  7. Ritzen Sie regelmäßig die Grasnarbe an (Vertikutieren Sie), mindestens 3x jährlich
  8. Durchstoßen Sie festgetretene Stellen, damit das Wasser zu den Wurzeln sickern kann
  9. Beschränken Sie den Einsatz von Chemie beim Rasen
  10. Genießen Sie Ihren Rasen, damit sie auch Nutzen von ihm haben

 

  1. Die richtige Rasenmischung sollte ganz am Anfang stehen. Es ist klar, dass schneller ein dichter Rasen erzielt wird, wenn man eine Schwingelmischung (für Golf-Fairways oder Greens) aussät, als wenn man eine Wiesenmischung oder eine Zehn-Kilo-Packung aus dem Hobbymarkt verwendet. Auch aus einer Wiese kann man jedoch einen repräsentativen Rasen machen. Nur wird das unnötig lange dauern und Sie eine Menge Energie und Geld kosten.

Schwingelgräser sind trockenliebend, so dass sie auch ohne Bewässerung gut gedeihen. Sie regenerieren sich gut auch nach längeren Trockenperioden. Und sie vertragen niedriges Mähen und besitzen eine sehr feine Struktur. Das ist der Grund, weshalb sie auf Golfplätzen und für englischen Rasen verwendet werden.

Rasenmischung

  1. Regelmäßiges Mähen 2x wöchentlich ist ein ausreichend häufiger Impuls für das Gras, um nach oben und nicht zur Seite zu wachsen. So verdichtet sich der Rasen rasch. Ein Schneiden 3x in der Woche schadet nichts, der Rasen wird schneller dichter. Ein Schneiden alle 5 Tage oder sogar einmal die Woche dagegen liegt an der Grenze, bei dieser Frequenz verbessert sich der Rasen nur sehr langsam oder er stagniert.

Kürzen Sie jeweils nur um ein Drittel der Blattlänge. Stellen Sie die Schnitthöhe so ein, dass Sie bei jedem Mähen nicht mehr als 1/3 abschneiden, so kommt der Rasen nicht in Stress und wird insgesamt besser aussehen und auch gedeihen.

Regelmäßiges Mähen

  1. Ein stumpfer Rasenmäher ist eine Katastrophe für den Rasen. Der Schnitt oder Abschlag entscheidet darüber, inwieweit wir den Rasen durch das Mähen beschädigen. Durch die Mahd wollen wir den Rasen nur kürzen, ebnen, nicht ihn massakrieren. Mit einem stumpfen Messer kann man auch kein Brot schneiden. Überprüfen Sie deshalb regelmäßig die Schneide und schleifen Sie sie scharf.

Ein Spindelmäher schneidet ebenso wie eine Schere Papier. Das ist die schonendste Art auf der Welt, wie man einen Rasen kürzt.

Rasenmäher

  1. Es ist erwiesen, dass das Sammeln des abgeschnittenen Grases den ästhetischen Wert des Rasens verbessert und das Risiko von Schimmelbefall und anderen Krankheiten verringert. Außerdem schleppt man so nicht das gemähte Gras mit sich an den Schuhen auf die Terrasse oder ins Haus.

Sammeln des abgeschnittenen Grases

  1. Ohne Nährstoffe kann kein Organismus gesund wachsen. Die Rasendünger werden so hergestellt, dass der Rasen bei Einhaltung der Dosierung das erhält, was er braucht. Jeder Dünger kann eine andere Dosierung haben, richten Sie sich daher nach den Empfehlungen des konkreten Herstellers auf der Düngerverpackung. Zum Beispiel im Herbst wird anders gedüngt als zum Höhepunkt der Saison.

Rasendünger

  1. Wenn Sie den Rasen nicht wässern und ihn regelmäßig mit einer geeigneten Mischung nachsäen, setzen sich mit der Zeit jene Grasarten durch, die die Trockenheit verkraften. Es ist dies eine natürliche Auswahl, die in der Natur zuverlässig funktioniert.

Wollen Sie die ganze Saison über einen frischen grünen Rasen haben, kommen Sie ohne Bewässerung in den warmen Monaten nicht aus. Bemühen Sie sich beim Bewässern ähnliche Bedingungen zu schaffen wie bei normalem Regen. Gießen Sie weniger intensiv und ausreichend lange, damit das Bodenprofil sich mit Feuchtigkeit vollsaugt und die Wurzeln mehrere Tage Wasser ziehen können.

 

Bewässerung

  1. Je dichter der Rasen ist, umso häufiger benötigt er ein Vertikutieren. Mit einem hochwertigen Vertikutierer beschädigen Sie den Rasen nicht, sie nützen ihm nur. Ein richtiges Vertikutieren macht im Rasen Rillen, reißt das Gras nicht aus, sondern zerschneidet nur die Rasendecke.

regelmäßige vertikalisierung

  1. Oft ist der Boden zu verdichtet, zu fest. Deshalb gelangen Wasser, Luft und Nährstoffe nicht zu den Wurzeln. Wenn die Wurzeln nicht versorgt werden, kann der Rasen nicht grün und dicht sein. Es genügt, mit einer gewöhnlichen Grabegabel die zu festen Stellen zu durchstechen und gegebenenfalls die ganze Rasendecke nach den Einstechen leicht anzuheben und sie so zu belüften. Ideal ist es, einmal pro Jahr oder nach zwei Jahren ein gründliches Aerifizieren des ganzen Rasens mit einer Maschine vorzunehmen und den Rasen dann gründlich zu sanden.

Bodenprobenstecher

  1. Chemie gehört nicht auf einen gesunden Rasen. Die chemischen Stoffe können sich im Boden festsetzen und mit der Zeit weicht das Bodenmilieu vom Optimum ab und der Rasen kann kollabieren. Abhilfe ist meist aufwändig, doch manchmal bleibt nichts anderes übrig, als von Neuem zu beginnen. Heute kann man den Rasen wieder auf natürliche Weise pflegen. Verwenden Sie daher biologische Dünger.

Rasen ohne chemie

  1. Ein Rasen ist nicht nur zum Anschauen da, man sollte ihn auch genießen und nutzen. Gehen Sie auf ihm barfuß, spielen Sie Spiele, tummeln Sie sich mit den Kindern oder Tieren, machen Sie Picknicks oder grillen Sie, spielen Sie Fußball, Krocket, Federball, spritzen Sie jemanden mit Wasser, sonnen Sie sich, schaukeln Sie in einer Hängematte… Der Rasen ist kein verbotener Raum, sondern ein Wohnbereich, man sollte ihn also bewohnen und ordentlich genießen.

Ruhe im Gras

Tomas Sena, Rasenfreund und Gründer von Swardman


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